„No-Go’s“ auf Deiner Webseite – so verschreckst Du Deine Webseiten Besucher

Wenn wir Webseiten erstellen oder optimieren, gibt es ziemlich viel zu beachten. Schon Kleinigkeiten könnten Deine Webseitenbesucher verschrecken. Und wer will das schon? Du nicht, ich auch nicht. Deshalb habe ich Dir 6 potenzielle Fehlerquellen notiert.

Zu viele Grafiken

Zu viele? Geht das? Ja, natürlich! Es fängt schon mit der aufwendigen Hintergrundgrafik der Webseite an, die ewig zum Laden braucht und die Seite langsam macht. Es geht weiter mit den zahlreichen Grafiken, die sich durch Werbebanner, Beitragsillustrationen und Conversion-Elemente ansammeln.

Grafische Elemente, wohin das Auge schaut

Grafische Elemente, wohin das Auge schaut

In einer US-Studie von Forrester Consulting zeigte sich: Eine Ladezeit von mehr als drei Sekunden ist für 40 Prozent der Online-Shop-Nutzer nicht akzeptabel. Diese 40 Prozent suchen sich dann spontan einen anderen Online-Shop. Sie sind von der Warterei genervt. Die restlichen 60 Prozent verbleiben zwar auf der Webseite – aber jede Sekunde Ladezeit senkt die Kaufbereitschaft.

Wenige und sinnvoll angeordnete grafische Elemente lenken den Blick Deines Webseitenbesuchers auf die passenden Stellen. Dahin, wohin Du ihn haben willst: zur Abo-Funktion, zum Download, zum Warenkorb. Überfordere Deine Besucher nicht mit zu vielen Grafiken! Ein schlichter Hintergrund mit möglichst geringer Ladezeit ist optimal.

Kein Responsive Design

Die Webdesign-Geister scheiden sich beim Thema Responsive Webdesign. Die einen halten es für überflüssig, die anderen schwören drauf. Wichtig ist für Deine Besucher: Egal mit welchem Gerät sie online gehen, sie wollen Deine Inhalte jederzeit ordentlich abrufen können. Die Zahlen für die Online-Nutzung steigen seit Jahren kontinuierlich an. 2012 sprachen Studien noch von circa einem Fünftel aller Internetuser – 2014 sind wir deutlich oberhalb der 50 Prozent angekommen.

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Stadt-Webseite auf dem Smartphone

Winzig kleine Auflösungen am Mobile Device, versteckte Menüleisten, lange Ladezeiten der Bilder: Deine Besucher schauen sich blitzschnell nach anderen Informationsquellen um. Selbst wenn Du kein Responsive Design verwenden magst: In der Pre-Mobile Ära wurden immerhin extra mobile Versionen der Webseite aufgesetzt.

Langsame Ladezeiten

Oben habe ich es schon angesprochen, hier noch mal ganz deutlich: Ist Deine Webseite zu langsam, werden Dir Deine Besucher abspringen. Ich spreche hier von Sekunden, im Grunde genommen sogar von Zentelsekunden. Conversion-Spezialisten haben folgendes herausgefunden: Jede Sekunde Ladezeit reduziert die durchschnittliche Conversion um 7 Prozent. Für einen großen E-Commerce Anbieter wie Amazon wären das mehrere Millionen Euro Umsatz – nur, weil die Webseite zwei bis drei Sekunden zu lange lädt!

Im Stil der 90er: blinkende Elemente, Hintergrundgrafiken

Im Stil der 90er: blinkende Elemente, Hintergrundgrafiken

Was kannst du machen, um die Ladezeiten zu reduzieren?

  • Hintergrundgrafiken minimieren
  • Größe der Grafikdateien und Bilder vor dem Upload skalieren, passende Bildgrößen für Responsive Webdesign/mobile laden
  • passende CSS- und Javascript-Einstellungen wählen

Zu viel Werbung

Erinnerst Du dich an die ersten Jahre der Online Marketer? Banner- und Popup-Werbung waren die Highlights im Online Marketing. So gut wie jede kommerzielle Webseite besaß sie: Banner, Layer, Popups. Manchmal war der Inhalt der Webseite kaum zu entdecken.

Kopfbereich einer Zeitungsseite

Kopfbereich einer Zeitungsseite

Diese Zeiten sind vorbei! Webseiten voller Werbung landen ganz schnell im „Aus“. Internetnutzer sind schon lange geheilt. Gemäßigter Einsatz von Bannern und Werbeanzeigen ist schon in Ordnung. Relevant sowohl für Deine Besucher als auch für Suchmaschinen ist allerdings der Inhalt. Text, Videos, Podcasts – alles, was Informationen und den berüchtigten Mehrwert bietet, wird gern gesehen.

Unübersichtlicher Aufbau und komplizierte Navigation

Eine Faustregel im Webdesign: Nie mehr als drei Menüebenen verwenden. Besser sind maximal zwei Ebenen. Breadcrumbs und Navigationssymbole vereinfachen die Orientierung für Deine Webseitenbesucher.

Auch wenn es witzig ist: Verwende keine ach-so-lustigen Menübenenennungen. Oder wissen Deine Besucher wirklich sofort, was hinter

  • „Wer schreibt hier?“
  • „Drahtkörbchen“
  • „Was du schon immer mal wissen wolltest…“

steckt? Eben. Denk an den 3-Sekunden-Scan, den jeder Webseitenbesucher automatisch durchführt. Jeder einzelne Menüpunkt muss sofort und ohne weitere Erklärungen klar erkennbar sein.

Klare Benennung,  farbliches Hervorheben vom aktuellen Menüpunkt

Klare Benennung, farbliches Hervorheben vom aktuellen Menüpunkt

Du machst nichts verkehrt, wenn Du Dich an die Standards hältst:

  • Über mich /Über XY Unternehmen
  • Startseite/Home
  • Blog/Aktuelles
  • Shop/Warenkorb/Kasse
  • Häufige Fragen/FAQ

Nur sehr wenige Webseiten können es sich leisten, von den geläufigen Benennungen abzuweichen. Auch wenn es eigentlich klar ist: Verweise (Links) dürfen gern deutlich gekennzeichnet sein. Unterstrichener Text ohne hinterlegte Verweise ist auf Webseiten extrem irritierend.

Inhalt: zu selten, zu unregelmäßig

Du kennst diese Webseiten auch, oder? Letzte Aktualisierung zu Weihnachten 2009. Unter Aktuelles ein Beitrag, der mittlerweile weder zum Unternehmen, seinem Produktportfolio oder seiner Firmenpolitik passt und aus dem letzten Jahrhundert stammt. Wie wirken diese Webseiten auf Dich? Ungepflegt, im besten Fall. Auf jeden Fall weder aktuell noch modern oder seriös.

Relevante, regelmäßige Inhalte sind Pflicht. Welcher Abstand sich dabei für Dich und Deine Zielgruppe als richtig erweist? Das ist unterschiedlich. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist wichtig. Jeden Montag, alle zwei Wochen, jeden dritten Tag – was zu Dir und Deinen Webseitenbesuchern passt. Auf diese Neuerscheinungen warten Deine geneigten Leser bereits. Also enttäusche sie nicht, auch wenn Du vor lauter Arbeit gerade nicht hinterher kommst.

Welche Fehler begegnen Dir regelmäßig online auf Webseiten? Vielleicht kennst Du weitere „No-Gos“? Teil Dein Wissen mit mir!  Ich freue mich auf Deine Kommentare! :-)

Viel Erfolg und alles Gute!
Christian

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10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Christian,

    vielen Dank für den – wie immer – informativen Blogbeitrag.

    Was ich überhaupt nicht mag:

    Webseitenbetreiber, die KEINE Preise für ihre Produkte/Dienst-
    leistungen nennen. Da bin ich sowas von schwupp-diwupp weg 😉

    Viele Grüße aus Mainz
    Martina

  2. Hallo,
    bin von der Aufmachung und dem Inhalt begeistert – danke für die kostenlose Zurverfügungstellung. Bin gespannt, wie ich damit zurecht komme und werde mich wieder melden.
    Freundliche Grüße
    Thea Sofia

  3. Danke für die Tipps ich werde versuchen sie zu beherzigen und Freue mich als Treuer Leser schon auf weitere Artikel von ihnen

    Vieleicht können sie mir bei meiner Seite ein Paar Tipps geben
    wäre sehr Dankbar

  4. Hallo Christian,

    diese Tipps sind nicht neu, aber trotzdem halten sich nicht alle dran. Die Tipps erklären sich eigentlich von selbst, wenn man nur mal sein eigenes Surfverhalten beobachtet.

    VG Nils

  5. Hallo!

    Vielen Dank für Eure Kommentare!

    @Martina: Ich hoffe Du vermisst bei meinen Produkten nirgends die Preise? 😉

    @Nils: Genau so ist es. Dennoch ist man gerade am Anfang, wenn man die erste Webseite aufsetzt, dazu verleitet viele dieser Fehler zu machen. Der Artikel ist also vor allem den „Webprojekt-Einsteigern“ gewidmet. 🙂

    LG
    Christian

  6. Hi,
    ich stimme Dir in all Deinen Beispielen zu.

    Mich nervt es,
    – wenn Links nicht funktionieren
    – wenn auf Nachrichten-Seiten das Veröffentlichungsdatum eines Artikels nicht dabei steht (man googelt irgendwas und bekommt z.T. steinalte Artikel im Suchergebnis)
    – wenn man kilometerweit nach unten scrollen muss (oder noch schlimmer: zur Seite)
    – ewig lange Flash Intros auf Webseiten, mit mikroskopisch kleinem, gut versteckten Skip Button
    – Pop ups mit Umfragen, Werbung, o.ä., die aufpoppen, wenn ich nur schnell schauen will, ob es auch noch einen späteren Flug gibt…
    – wenn in Online Shops Produkte angeboten werden, die ausverkauft sind, was man dann erfährt, – wenn man sie nach langem Auswahl- und Entscheidungsprozess in den Einkaufswagen legen will

    Aber am schlimmsten sind wirklich, wie Du sagst, lange Ladezeiten. Nicht überall gibt’s superschnelles Internet, und nicht jeder hat immer die neuesten Geräte. Wenn man dann gefühlte 10 Jahre warten muss, bis ein 90-sekündiges Video lädt…

    Ja, man hat’s schon schwer als Surfer 🙂

    Gruß
    Ellen

  7. Hallo Ellen,

    vielen Dank für Deinen Kommentar!

    Ja, es gibt sehr viele Fehler, die man machen kann, um Webseitebesucher zu „verjagen“. Als Webseitenbetreiber sollte man sich in die „Surfer- und Nutzerrolle“ versetzen und vergegewertigen, was man selbst als absolutes „NoGo“ empfindet. Dann lässt man viele Fehler automatisch bleiben, hoffe ich! 🙂

    LG
    Christian

  8. @Christian: Nein, Du gehörst glücklicherweise nicht zu den Preis-Nenn-Verweigerern 😉

    By the way: Bin mittlerweile bei Kapitel 5 Deines E-Bookinators 🙂 DAS ist mal ein eBook, das ich guten Gewissens empfehlen kann!

    Viele Grüße
    Martina

  9. Hallo Martina!

    Da bin ich ja froh! 😉

    Super, freut mich, dass Dir der eBookinator gefällt! 🙂

    Gerne kannst Du mir auch ein kleines Testimonial mit Link und Foto senden, wenn Du durch bist mit dem eBook? Würde mich freuen!

    Bis dann und viel Erfolg!

    LG
    Christian

  10. Lieber Christian,

    ich finde Deine Tipps sehr gut. Obwohl ich diese natürlich kenne. Es ist aber wichtig und von großem Vorteil, dass Du auf diese Dinge wieder aufmerksam machst.

    Nur zu oft passiert es, dass man die Webseite vernachlässigt. Das darf nicht sein und die Leser kehren nicht mehr wieder.

    Ich danke für den erneuten Ansporn diesbezüglich.

    L. Grüße,
    Michael Pröll

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