Online Marketing Fehler seit 2008 und was ich daraus gelernt habe

Online Marketing Fehler

In diesem Artikel möchte ich Dir meine Fehler und Irrglauben zeigen, die ich die letzten Jahre gemacht und verfolgt habe. Vielleicht ist ein Artikel in diese Richtung etwas untypisch in dieser Nische, aber dennoch möchte ich mir meine Fehler hiermit etwas von der Seele reden. Viele der folgenden Punkte habe ich schon wesentlich verbessert, einige davon sind noch in Arbeit. Wichtig ist mir aber, dass Du siehst wie man es nicht machen sollte und Du so vielleicht von meinen Fehlern auch direkt etwas profitieren kannst.

1. Verkaufen mit „Gewalt“

Verkaufen mit „Gewalt“ und ohne Strategie dahinter. Ich habe anfangs immer versucht, die (wenigen) Besucher die ich hatte direkt auf meine Verkaufsseite zu leiten und mit meinem Verkaufstext dazu zu „überreden“ etwas bei mir zu verkaufen. Das heißt meine Strategie war das Prinzip Hoffnung. Keine gute Strategie und noch dazu ziemlich zermürbend auf Verkäufe zu „hoffen“.

Ein User, der mich nicht kennt und mir somit nicht vertraut, der kauft bei mir nichts, egal was ich ihm auf in meinem Verkaufsbrief erzähle. Diesen sogenannte „kalten“ Traffic muss man erst „warm“ bekommen. Und das funktioniert nur durch cleveres Email-Marketing.

Das heißt im Klartext: einen Besucher muss man im ersten Schritt zunächst in einen Interessenten verwandeln (über ein Email-Formular einen Email-Abonnenten generieren) und dann durch regelmäßigen Kontakt von sich, seinem Know-How und Expertenstatus überzeugen. So lange, bis der Interessent mir vertraut und überzeugt ist, dass er mein Produkt oder meine Dienstleistung unbedingt braucht oder unbedingt will. Seitdem ich genau diese Strategie der Leadgenerierung im ersten und Verkauf im zweiten Schritt praktiziere, läuft es…! 🙂

2. PayperClick Werbung

„Was habe ich schon Geld verpulvert mit PayperClick Werbung!“ Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es als „Nicht-Profi“ schwierig ist, wirklich profitable PayperClick Anzeigen zu schalten. Sehr schnell kann man hier sehr viel Geld verpulvern. Vor allem dann, wenn man – so wie ich – mangels Wissen wenig targetierte Anzeigen aufsetzte und dann nach dem Prinzip „Hoffnung“ auf Verkäufe hoffte!

Grundvoraussetzung ist schon mal, dass man ein Produkt hat das konvertiert, sprich sich definitiv verkauft (nicht hoffen das es sich verkauft, sondern wissen) und das man einen funktionierende Marketing-Funnel besitzt (d.h. die oben angesprochene Strategie der Leadgenerierung und des Verkaufens im zweiten Schritt).

Dann ist es ein ständiges Testen, Optimieren, Verbessern, mit Daten jounglieren und und und. War mir zu aufwendig und kompliziert und ist mir zu aufwendig und kompliziert, deshalb überlasse ich das lieber Profis und konzentriere mich selbst vermehrt auf Contentmarketing. Ich empfehle im Bereich PayperClick-Werbung daher sich entweder mit hochwertiger Literatur selbst zum Profi machen oder das ganze einem Profi mit Erfahrung zu überlassen.

3. Das schnelle Geld sehen

Gerade am Anfang war Geduld ein Problem für mich. Ich ergriff jeden Strohalm und jede Chance auch nur ein paar Euro an Provisionen zu kassieren ohne „Rücksicht auf Verluste“. Wer arbeitet schon gerne, ohne Geld zu verdienen? Schnell vergisst man das Ziel vor Augen ein eigenes Online Business zu betreiben und die Tatsache, dass es sich hier um einen Aufbauprozess handelt, der in der Regel NICHT von heute auf morgen das große Geld bringt.

Man verliert leicht den Fokus auf den nächsten Schritt, der für das große „Ganze“ getan werden muss und verirrt sich in andere Projekte, die vielleicht ein paar Euro sofort abwerfen, aber unterm Strich eine Menge Zeit kosten und einen nicht wirklich weiterbringen.

Zuerst ein Projekt abschließen (ohne links oder rechts zu schauen und sich in andere Projekte zu verzetteln) und dann auf das nächste konzentrieren.

4. Wenn man es nicht selber macht

Ein großer Fehler den ich immer wieder gemacht habe, war es zu glauben, dass ich selbst alles am besten machen kann. Eine Webseite aufsetzen und designen, Werbebanner erstellen, Blog-Artikel schreiben, Verkaufsbriefe schreiben, Videos ersellen,… alles ToDo’s die gemacht werden müssen, aber eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Alles selbst zu machen führt dazu, dass man für das Wesentliche keine Zeit mehr hat, nämlich Produkterstellung und Marketing. Es gibt mittlerweile zu praktisch jeder Aufgabe jemanden, der das schneller und oftmals auch besser erledigen kann. Ich habe gelernt, Aufgaben abzugeben, outzusourcen und dadurch mehr Zeit zu haben, neue Produkte zu erstellen und effektives Online Marketing zu betreiben. Wichtig ist hierbei Prozesse die man selber immer wieder macht, klar zu definieren und diesen kompletten Prozess outzusourcen. Einzelne Aufgaben für bestimmte Projekte, wie zum Beispiel Werbebannerestellung oder eBook-Cover Erstellung, können dann auch ganz schnell an einzelne Spezialisten abgegeben werden.

5. Zu viele Baustellen gleichzeitig

Am liebsten möchte man alles gleichzeitig erledigen und wird daruch extrem uneffektiv. Genauso ist es auch mir ergangen. Verschiedene Dinge nebeneinander zu machen, bremst. Ich habe mir eine große Magnetwand gekauft und dort alle wichtigen ToDo’s aufgeschreiben, desto „unangenehmer“ desto weiter oben in der Priorität. Ich arbeite ein ToDo nach dem anderen ab, lösche ein erledigtes ToDo und gehe dann zum nächsten.

Dann ist es natürlich in der Zeiten der „Informationsüberflutung“ sehr verlockend verschiedene Projekte zeitgleich zu starten, überall möchte man dabei sein, um ja nichts zu verpassen. Man ist in sämtlichen, mehr oder weniger themenrelevanten Newslettern eingetragen und bekommt ein „ultimatives Erfolgsangebot“ nach dem anderen. Ich habe mich aufgrund dessen von sehr vielen Email-Verteilern abgemeldet und empfange nur mehr jene, die mich wirklich weiterbringen und die ich auch wirklich lese.

Wenn ich gute Angebote bekommen, dann gehe ich eine Minute in mich und überlege ganz ruhig, ob ich das Produkt oder die Dienstleistung, die mir angeboten wird, tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt auch wirklich benötige und mich weiterbringt. Ich schalte überspitzt gesagt „mein Hirn“ ein. Wirklich gute Produkte sind auch in einem Jahr noch verfügbar. 😉

6. Zielgruppenverfehlung

In einem Email-Verteiler zum Thema „Traffic-Generierung“ ein Produkt zum Thema „Geld verdienen“ zum bewerben, fällt unter Ziegruppenverfehlung. Leider habe ich das sehr oft praktiziert. Ein Fehler. Die Zielgruppe die man definiert, soll man dann auch nur mit themenrelevanten und themenverwandten Informationen füttern. Alles andere fällt dann wieder nur unter „hoffen auf Erfolge“. Punkt.

7. Auf jeden Zug aufspringen

Kreuz und Quer alles bewerben was der „Gemüsegarten“ so hergibt. Gerade wenn man sich in der Online Marketing-Szene etwas eingefügt und etabliert hat bzw. bekannt ist, bekommt man ständig Einladungen zu den verscheidensten Produktlaunches. Der falsche Weg ist, es jedem Recht machen zu wollen und zu jedem Vorschlag JA zu sagen. Der richtige Weg ist es Deals auzuhandeln und das nur für Produkte die der eigenen Zielgruppe tatsächlich entsprechen und diese tatsächlich weiterbringt.

8. Kein USP

Sträflich vernachlässigt habe ich mein Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition) in meiner Nische – was unterscheidet mich von anderen, in welchem Gebiet bin ich der „Go to-Experte“? Das ist ein Faktor, den man sich von Anfang an gut überlegen sollte. Wo bin ich der Experte und warum sollten Interessenten im Bereich X bei mir und nicht bei meiner direkten Konkurrenz kaufen? Ich bin gerade dabei meinen eigenen USP klar und neu zu definieren und meine weiteren Strategien darauf auszurichten. Gehörst Du zu meinen Blog-Lesern, dann wirst Du davon erfahren. Wenn nicht, hast Du hier die Möglichkeit einer zu werden.

9. Zu wenig Content

Das oftmals leidige, aber so extrem wichtige Thema „Content“.

Die letzten Google Updates verstärken diese Tatsache zusätzlich. Das Internet lebt von Content, die traffic-stärksten Webseiten leben von Content. Finden und gefunden werden. Content nur sporadisch zu veröffentlichen – so wie ich lange Zeit – führt nicht zum gewünschten Ziel, Kontinuität ist das Zauberwort. Ich fokussiere mich immer mehr darauf regelmäßig hochwertige Inhalte zu veröffentlichen, nicht nur auf meinem Blog, auch auf anderen Portalen. Tools wie der Traffic Wave Generator werden mich zukünftig dabei unterstützen. Ziel ist es meinen Exptertenstatus auszubauen und dauerhaft mehr Reichweite aufzubauen und somit mehr Traffic zu generieren. Das geht am besten mit der Erstellung und Verbreitung von Content.

10. Stillstand ist Rückschritt

Ein ganz wichtiger Punkt. Zu glauben sich auf erfolgreiche Projekte ausruhen zu können ist ein großer Fehler, gerade im Internet. Ein Projekt das heute perfekt läuft, ein Produkt das sich heute hervorragend verkauft, eine Webseite die heute vollautomatisch hochwertigen Traffic generiert, eine Webseite die heute optisch sehr ansprechend ist, eine Landingpage die Leads am laufenden Band generiert, ein Blog mit steigenden Abonnenten- und Besucherzahlen…. all diese Dinge können sich von heute auf morgen ändern, wenn man nicht up-to-date bleibt und vorsorgt.

Gerade in Zeiten von Panda-Updates und wie sie alle heißen, sollte man sich erstens nicht auf nur eine Traffic-Quelle names Google verlassen und zweitens wichtige Trends, Neuerungen, Verbesserungen,… verschlafen. Ich abonniere deshalb Newsletter von großen Magazinen in meiner Nische (wie z.B. t3n.de), lese bei wichtigen Blogs mit (wie z.B. onlinemarketingrockstars.de) und lasse mich über GoogleAlerts über bestimmte Begriffe informieren.

Was sind Deine Erfahrungen, hast Du ähnliche Fehler gemacht? Vielleicht kennst Du weitere „NoGos'“ im Online-Marketing, von denen ich erfahren sollte?

Ich freue mich auf Deine Kommentare! 🙂

Viel Erfolg und alles Gute!
Christian

Bildquelle: © Petra Bork / pixelio.de

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Christian

    Bei den Punkten 4 5 und 7 habe ich mich auch wieder erkannt. Aber ich glaube das sind Dinge durch die wahrscheinlich die meisten schon gegangen sind. Es dauert wohl einfach auch eine Weile bis man lernt sich mal hinzusetzen und darüber nachzudenken was man eigentlich wirklich will. Wohin man kommen will mit seinem Business.

    Anfangs ist der Info-Overflow einfach zu gross und genau dort verlieren sich dann die meisten wieder um nach einer erfolglosen Welle frustriert aufzugeben.

  2. Hallo Christian,

    eine tolle und ehrliche Zusammenfassung. Ich finde mich in fast allen Punkten selber wieder. Darum komme ich auch nicht so richtig weiter im Business. Man macht ständig alles mögliche, nur nicht dass was gemacht werden muss. Das fängt bei dem E-Mail lesen an und hört bei den ständigen Webinaren auf. Alles unter dem Deckmantel „man könnte ja was verpassen was evtl. wichtig ist“. Ich werde jetzt auch ein Rundumschlag an der enormen Wissensüberflutung vornehmen. Vor allem das mit den NL.

    Ich muss mir einfach nochmal selber klar machen was ich wirklich machen will und was nicht.

    Danke für deinen tollen Blogbeitrag.

    Dir weiterhin viel Erfolg!
    Andreas Rothfuchs

  3. Hallo Andreas,

    vielen Dank für Deinen Kommentar!

    Ich würde Dir sogar empfehlen, Dich von einigen speziell für Dich weniger relevanten Newslettern direkt abzumelden. Abonniere nur die, die Du auch tatsächlich liest und die Dich weiterbringen. Und hier genügen in der Regel nur einige wenige, genau passend zu Deinem Thema.

    Viel Erfolg und alles Gute!

    LG
    Christian

  4. Hallo Christian,

    ein sehr guter Artikel! Warum? Wenn jemand mit langjähriger Erfahrung im Internetmarketing (wirklich) aus dem Nähkästchen plaudert, dann kann man nur davon profitieren. Und natürlich habe ich mich bei einigen Punkten (leider) wiedergefunden. Allerdings ist das Abstellen von Fehlern keine so einfache Angelegenheit 🙁 Insbesondere der Punkt 5, also zu viele Baustellen gleichzeitig, macht mir gehörig zu schaffen.

    Weiterhin viel Erfolg.

    Ciao, ciao
    Giuseppe

  5. Hallo Giuseppe,

    vielen Dank für Deinen Kommentar!

    JA, „zu viele Baustellen“ ist ein „leidiges“ Thema, dass uns alle immer wieder verfolgt.

    Hier ist es wichtig in Projekten zu denken. So lange an EINEM Projekt arbeiten bis es fertig ist bzw. das gewünschte Ziel erreicht ist und erst dann neue Projekte in Angriff nehmen. Ist oftmals leichter gesagt als getan, aber leider muss man sich auch mal zur Disziplin „zwingen“! 😉

    Viel Erfolg und liebe Grüße
    Christian

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